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Gelöst!

Gelöst! - der Blog der Dipl. Psychologin Carola Baxmann, Unna

 

Frohes neues Jahr! Dafür ist es nie zu spät.

Carola Baxmann - Donnerstag, Februar 02, 2017

Frohes neues Jahr! Dafür ist es nie zu spät.

Was ist eigentlich aus Ihren Zielen und Vorsätzen zum neuen Jahr geworden, nachdem bereits ein Monat vergangen ist? Gelingt es Ihnen gut dranzubleiben?
Gab es gar keine, weil sie sowieso nie umgesetzt werden?
Oder haben Sie sie schon ad acta gelegt? Oder noch gar nicht angefangen?

Eigentlich wollte ich das Jahr gleich mit meinem neuen Blog starten. „Gelöst!“ sollte er heißen wie das System, nach dem ich arbeite, und ich wollte anknüpfen an mein facebook Experiment vom Dezember. Jeden Tag hatte ich erzählt, worüber ich mich gefreut habe oder wofür ich dankbar war statt immer nur an das zu denken, was noch nicht erreicht oder schwierig ist, womit ich noch nicht zufrieden bin oder was mir Sorgen bereitet. Ich hatte wertvolle Rückmeldungen bekommen dazu, was ich verbessern kann und es gab viele ermutigende Kommentare. Einige hatten selbst angefangen, sich jeden Abend bewusst zu machen, was heute schön war, meine Freundin Claudia hat jeden Tag zu meiner Geschichte  gezeichnet und David hatte auch damit begonnen, täglich in sein Tagebuch zu zeichnen, was ihm an diesem Tag Freude bereitet hatte. Also – ich wollte dranbleiben und gleich anschließend mit meinem Blog starten… Dann kam Weihnachten. Zeit zum Innehalten und zur Muße. Im neuen Jahr würde ich durchstarten, dachte ich. Und ich hatte ja im Dezember gut geschafft, was ich mir vorgenommen hatte – da hatte ich mir eine Pause verdient.

Gleich Anfang Januar hatte ich einen Termin mit meinem Webmaster vereinbart, um mir die notwendigen technischen Dinge erklären zu lassen. Dann könnte es losgehen mit meinem “Gelöst!“ Blog. Mit Geschichten, Gedanken und Anregungen dazu, mutig und frei leben zu können und auch in scheinbar festgefahrenen Situationen Wege und Lösungen zu finden. Zuerst kam der Schnee, der den Termin mit dem Webmaster verhinderte, dann der volle Alltag, dann der Urlaub … der Blog existierte nur in meinem schlechten Gewissen.

Vor einigen Tagen erhielt ich eine Mail von Jan. Er berichtete mir, dass er sich in den letzten Tagen vor seiner großen Präsentation wieder mit Selbstzweifeln gequält und sich eingeredet hatte, dass er alles doch nicht schaffen würde. Dabei hatte er geglaubt, seine Ängste und Zweifel schon gut überwunden zu haben. Wir hatten darüber gesprochen, dass es solche „Gedankenrückfälle“ geben kann. Daran hatte er sich erinnert. „Nur weil es mal ein paar Tage nicht so gut geklappt hat, wollte ich mir nicht alles, was ich erreicht hatte, kaputt machen“, schrieb er. Er hätte sich dann an all die gelernten Strategien erinnert und weitergemacht. Seine Präsentation sei trotzdem ein Erfolg gewesen. Besonders freute ich mich als ich las, dass er eigentlich ganz froh sei über diesen „Rückfall“. Das sei eine gute Erinnerung gewesen und jetzt wüsste er, dass er immer wieder die Kurve kriegen kann.
Jans Mail hat mich auch erinnert. Daran, dass wir wirklich in jedem Moment etwas ändern können.


In jedem Moment können wir einen Tag noch zu einem guten Tag werden lassen. Jeden Tag können wir entscheiden, ob wir an unseren Zielen dranbleiben oder sie jetzt doch noch in Angriff nehmen. Und um Ziele oder Vorsätze für das neue Jahr umzusetzen oder einen neuen Blog zu beginnen, ist auch der Februar ein sehr guter Monat.